mit Nadine Stutz, Dozentin für digitale Kommunikation und generative KI am Institut für Kommunikation und Marketing der Hochschule Luzern
Gemeinsam mit Nadine Stutz wurde beim Lunch & Learn ein ehrlicher Blick auf den aktuellen Stand der Dinge rund um generative KI in Marketing- und Kommunikationsberufen geworfen. Im Mittelpunkt standen aktuelle Studiendaten und die Frage, wie Organisationen KI heute tatsächlich nutzen.
Besonders eindrücklich war das Kompetenzparadox: Obwohl die KI-Nutzung in Unternehmen stetig steigt, schätzen Mitarbeitende ihre eigene KI-Kompetenz tiefer ein als noch im Vorjahr. Der Vergleichsmassstab bewegt sich schneller, als organisationale Lernzyklen folgen können. Nutzung und Integration sind eben zwei verschiedene Dinge – vom Ersten haben wir viel, vom Zweiten noch zu wenig.
Ebenso aufschlussreich war der Blick auf Qualität und Vertrauen. AI-Slop, also massenhaft erzeugte KI-Inhalte von geringer Qualität, wird zunehmend zum Risiko für die digitale Informationsökologie. Authentizität entsteht heute aktiv – durch Glaubwürdigkeit, Transparenz und Reputation. Der «human in the loop» bleibt entscheidend, damit publizierte Inhalte vertrauens- und glaubwürdig sind.
Auch das Thema Generative Engine Optimization (GEO) wurde eingeordnet: Die Relevanz nimmt zu, doch in vielen Organisationen fehlt es noch an strategischer Verankerung und internem Fachwissen.
Die Kernbotschaft des Vortrags: KI schafft keinen Wert durch Nutzung allein, sondern durch klare Integration und Kompetenz. Entscheidend sind Struktur, Verantwortung und reflektierte Anwendung.
Besonders hängen geblieben ist ein Gedanke, mit dem Nadine ihre Session abgerundet hat: F-E-A-R hat zwei Bedeutungen – «Forget Everything And Run» oder «Face Everything And Rise». Die Wahl liegt bei uns. Ein passender Schlussgedanke für eine Technologie, die viele gleichzeitig fasziniert und verunsichert.
Künstliche Intelligenz für alle
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